Las gut sein Grutas

Für die letzten Tage unserer Reise wollten wir nochmal richtig entspannen. Damit wir dies in aller Ruhe tun konnten, entschieden wir uns für ein kleines Nest an der Küste namens Las Grutas. Die Entscheidung war schwierig, denn trotz der sehr langen argentinischen Küste sind die Strände entweder mittelmäßig in Sachen Sauberkeit und Attraktivität oder völlig überbevölkert. Las Grutas hingegen überzeugte durch das warme Wasser in der Bucht sowie durch die naturbelassene Natur in der Umgebung und am Strand.
Die 16-stündige Busfahrt war wieder Mal hart aber mit dem Wissen, dass wir anschließend die Seele baumeln lassen konnten durchaus erträglich. Wir hatten uns dieses Mal nicht für ein Hostel, sondern für eine kleine Ferienwohnung mit angeschlossenem Yoga-Studio entschieden. Die Wohnung war super ausgestattet und wir fühlten uns pudelwohl. Das abendliche Kochen tat gut und vermied kulinarische Enttäuschungen und ausgebranntes auf Essenssuche gehen, welches wir zuvor oft erleben mussten. Außerdem konnten wir so die Kosten gering halten.

Die Tage in Las Grutas mit seiner wilden Küsten und dem schönen Sandstrand verflogen wie nichts. Sonnenbrände kamen und gingen wie Ebbe und Flut. Das Wetter war sehr wechselhaft, doch die Sonne zeigte sich jeden Tag und so waren ein wenig Wolken ganz angenehm. Wir unternahmen fast täglich Strandspaziergänge. Einer führte uns zu den roten Felsen etwa eine Stunde entfernt von Las Grutas. Ansonsten waren die Tage durchzogen von Baden, Siesta zur Mittagszeit und Lesen.

Der Zustand unserer Entspannung äußerte sich darin, dass wir promt den Tag unserer eigentlichen Abreise vergaßen. Zum Glück war unser Gastgeber Ramiro mindestens genauso entspannt wie wir und ließ uns ohne zusätzliche Kosten und Stress einfach eine Nacht unentgeldlich länger bleiben.

Der Tag der Abreise war sehr stürmisch und der Wind pustete uns sprichwörtlich aus der Stadt, als wollte uns das Wetter mitteilen, dass es nun wirklich Zeit war zu gehen.

 








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