Wellen, Wale und Wonne

Nach einer ereignisreichen Zeit haben wir uns eine Auszeit am schönsten Strand Peru´s gegönnt. In der warmen Sonne und der salzigen Pazifikluft erholten wir uns von den immer wiederkehrenden Erkältungen und tankten Energie für die Weiterreise nach Ecuador. Das schöne Fleckchen heißt Mancora und liegt ganz im Norden von Peru, nahe dem Grenzübergang Tumbes. Das ganze Jahr über herrschen hier angenehme Temperaturen über 20 Grad und es weht eine angenehme Brise. Das zieht auch viele Kiter und Surfer an, die mit den Wellen in Strandnähe spielen. Wir verbrachten die ersten Tage am Strand und am Meer, eine gefährliche Kombination für Sonnenbrand. Den Nachmittag und Abend konnte man ganz wunderbar in unserer Unterkunft verbringen, Karten spielend auf dem Dach oder lesend in der Hängematte. Der Strand ist in beide Richtungen unendlich, nur die Gezeiten konnten den Rückweg etwas erschweren.

Auf Empfehlung unseres Gastgebers ging es einen Tag aufs offene Meer – es war gerade Walsaison! Nach einer schaukligen Fahrt bekamen wir die Riesen bald zu sehen. Eine Gruppe von Buckelwalen kreuzte unseren Weg sowie Delfine, die mit den Walen zu schwammen. Neben ein paar typischen Flossenbildern und Wasserfontänen wurde uns sogar ein Sprung präsentiert! Glücklich ging es nach einer Weile zurück Richtung Land, wobei wir noch weitere Wale aus der Ferne sahen. Am Pier schwammen Riesenschildkröten im Wasser, die aus Neugier und zum Atmen an die Oberfläche kamen. Man konnte sogar mit ihnen Schwimmen, wenn man wollte. Jedoch war dies ohne Taucherbrille etwas unangenehm, da man im Wasser nie sah, wann sich eine annähert. Lediglich Leute am Pier konnten einen Vorwarnen, wenn man gerade von Riesenschildkröten umzingelt war.

Mit Strandspaziergängen kann man in Mancora den ganzen Tag verbringen. Einfach endlos in die eine Richtung laufen, zwischendurch baden gehen und sich vom Wind wieder trocknen lassen. Der Strand ist gesäumt von zahlreichen Hotels und Privathäusern, die alle ziemlich leer stehen. Außerdem von allerlei Dingen, die das Meer so anspült: Muscheln, Krebse, tote Fische und leider auch die ein oder andere tote Robbe. Als wir gerade ein weiteres Mal baden gingen, sahen wir ziemlich nah am Strand einen Wal springen. Eine Walkuh mit ihrem Kalb schienen im flacheren Wasser Sprünge zu üben. Fasziniert beobachten wir das Spektakel bis sie sich wieder auf offene Meer zurückzogen.








Tipps

Wir können die Unterkunft Casa Naranja sehr empfehlen.

Die Wal-Tour haben wir mit Pacifico Adventures unternommen. Die Führer sind selber Meeresbiologen und können einem viele Informationen geben.